THROMBOSEN
Durch die Erweiterung der Venen und durch einen verlangsamten Blutfluss – z.B. nach Langstreckenflügen oder langem Stehen – kann es zu Gerinnung des Blutes mit Bildung eines Blutpfropfes (Thrombus) kommen. Dieser Thrombus kann die Vene verschließen, sodass es zu einer massiven Abflussstörung im Bein kommt. Geschieht dies in den tiefen Venen, so spricht man von einer tiefen Venenthrombose (TVT); ist eine oberflächliche Vene betroffen, handelt es sich um eine Thrombophlebitis. Eine Gerinnungsstörung (z.B. Faktor 5-Leiden Mutation), evtl. in Kombination mit Hormoneinnahme, kann die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose erhöhen.
Tiefe Venenthrombose
Die Thrombose der tiefen Venen (TVT) ist meist begleitet von Rötung, Schwellung und akuten Schmerzen im Bein. Es ist eine ernsthafte, manchmal lebensbedrohende Erkrankung, die eine rasche Therapie erfordert. Das Risiko einer Lungenembolie oder eines Postthrombotisches Syndroms kann bei früher und sachgerechter Behandlung minimiert werden.
Thrombophlebitis, Venenentzündung,
Von einer Venenentzündung, Phlebitis oder Thrombophlebitis spricht man, wenn eine oberflächliche Krampfader betroffen ist. Sie ist meist auf Druck sehr schmerzhaft und geht mit einer unterschiedlich starken Entzündung einher. Die Gefahr einer Lungenembolie ist deutlich niedriger als bei einer TVT; es gibt jedoch auch hier selten Mikroembolien der Lunge, wenn die Phlebitis nicht frühzeitig behandelt wird.
Postthrombotisches Syndrom
Hierunter versteht man eine Fülle von Symptomen, die nach einer tiefen Venenthrombose auftreten können. Die Ursache ist eine Zerstörung der Venenklappen in den tiefen Venen und in vielen Fällen eine Verengung oder ein bleibender Verschluß der Venen, sodass ein normaler Abfluss des Blutes aus dem Bein nicht mehr möglich ist.
Als Folge davon steht die Schwellneigung der Beine meist im Vordergrund; Spannungsgefühl und blau-livide Verfärbung schließen sich oftmals an. Ohne Behandlung führt das Postthrombostische Syndrom zu der „Chronisch venösen Insuffizienz“, nicht selten auch zum „Offenen Bein“ (Ulcus cruris).

Ärztezentrum Katschhof 3
Dr. med. Jürgen Blume
Dr. med. Helge M. Jens
Dr. med. Rüdiger Schaller
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